Die AsF Allgäu


Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Allgäu


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Aktuelles





Kemptener SPD-Frauen im Frauenmuseum in Hittisau/Vorarlberg


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Seit sechs Jahren gibt es in Hittisau in Vorarlberg ein sehenswertes Frauenmuseum. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Kempten/Oberallgäu fuhr mit großen Erwartungen zu diesem ungewöhnlichen Ziel und wurde nicht enttäuscht. Schon die Architektur des Hauses ist beieindruckend. Durch die große Glasfassade fällt das Licht in den mit regionaler Weißtanne gestalteten Raum und gibt ihm etwas Freies, Unbegrenztes.

Die Entstehung des Museums hat eindeutig mit den starken Bregenzer Waldlerinnen zu tun. Sie haben in der Geschichte der Region einen wichtigen Platz eingenommen und sind unverändert engagiert und weltoffen. Generationen von Frauen haben in Zeiten der Armut in der Gemeinde und der Wirtschaft Stärke zeigen müssen, denn die Männer waren in den Sommermonaten unterwegs, um fern der Heimat Geld zu verdienen. Geschichten erzählen von dem Mut dieser Frauen, mit dem sie sogar in Kriegszeiten, bewaffnet mit Sensen und Heugabeln, gegen Feinde auftraten und sie verjagten.

Der Hittisauer Gemeinderat hat mit seinem einmütigen Votum für die Errichtung dieses Museums den Frauen generell und speziell den Frauen der Gemeinde und des Umlandes ein Denkmal gesetzt. Im Kontrast zu den Geschichten über die handfesten Vorarlberger Frauen stehen die Biographien der Philosophinnen von der Antike bis in die Neuzeit. Sie werden in der Sommerausstellung des Frauenmuseums vorgestellt. Diese Denkerinnen brauchten ebenfalls viel Mut, sich in der Öffentlichkeit zu behaupten, zu beweisen, dass eigenes Denken ein menschliches Grundbedürfnis ist, für Frauen genauso wichtig wie für Männer.

Von der Griechin Sappho über Hildegard von Bingen bis zu Simone de Beauvoir und ihren vielen Schwestern über die Jahrhunderte hinweg erfuhren die SPD-Frauen etwas über die "Liebhaberinnen der Weisheit", über ihr Staunen, Zuhören, ihre Sehnsucht nach Erkenntnis und ihren Standpunkt in der Welt. Der Blick auf diese Frauen sollte Inspiration sein und ihren heutigen Geschlechtsgenossinnen Mut zu eigenem Engagement machen. Zum Abschluss der Führung konnten sich die Kemptener SPD-Frauen an den eindrucksvollen Objekten erfreuen, mit denen Künstlerinnen dem Ausstellungsraum eine die Sinne anrührende Atmosphäre gegeben haben, ein weiterer Beweis für die schöpferischen Kräfte von Frauen.










Idyllisches Wohnen am Hofgarten


Eine Vision eines idyllischen Wohnumfelds entstand vor dem geistigen Auge der Kemptner Sozialdemokratinnen, als sie den Ausführungen der Stadträtin Ingrid Jähnig zur Bebauung des Hofgartengeländes lauschten.

Alt und Jung sollen sich in den neuen Häusern wohl fühlen. Dazu hatten die Zuhörerinnen einige Ideen. Es sei wünschenswert, die Generationen zusammen zu führen, gleichzeitig aber zu bedenken, dass ältere Menschen andere Bedürfnisse haben als die jungen. Eine Nachbarschaft kann man nicht aus dem Stand herstellen, sie entwickelt sich über Jahre. Es ist zu erwarten, dass in dem Neubaugebiet viele ältere Menschen wohnen möchten, ist doch die Innenstadtlage ideal.

Es wurde darauf hingewiesen, dass ältere Ehepaare ausreichend große Wohnungen möchten, die sie sich oft auch leisten können. Die neuen jungen Alten haben sehr oft intensive Hobbys, brauchen ein Arbeitszimmer, haben einen Computer, nicht anders als die Jungen und bekommen Übernachtungsbesuch von Kindern oder Freunden, so dass sie ein Gästezimmer benötigen.

Die historische Tatsache, dass unter den Fürstäbten auf dem Gelände Obstbäume standen, sollte man als Anregung betrachten, auch wieder Obstbäume in die geplanten Grünanlagen zu pflanzen, nicht nur wegen der Ernte frischer Früchte sondern auch wegen der Blütenpracht im Frühling.

Ingrid Jähnig wird sich intensiv über ähnliche Bauvorhaben in anderen Gemeinden informieren, um Anregungen in die Genehmigungsverfahren einfließen zu lassen. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen wird weiter über das Projekt auf dem Laufenden gehalten.




 







Informationsbesuch bei der Bundesagentur für Arbeit in Kempten




v.l. Manfred Dorn, Heidi Lück MdL, Anette Sachs, Maria Lancier


Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss hat jetzt auch der Bundestag das so genannte Hartz IV-Gesetz beschlossen. Vor Ort werden deshalb jetzt die Koordinationsgespräche zur Umsetzung von den Bundesagenturen für Arbeit und den Sozialämtern intensiviert. Dass dies kein sehr einfaches Unterfangen ist, hat die Landtagsabgeordnete Heidi Lück zusammen mit der örtlichen Vertreterin der SPD Frauen Maria Lancier bei einem Besuch erfahren. Frau Annette Sachs, Leiterin Abteilung Arbeitsvermittlung und Beratung von der Agentur für Arbeit Kempten erklärte ausführlich, wie die bisher zumindest auch personell sehr unterschiedlich ausgestatteten Behörden jetzt in eine gemeinsam arbeitende Form gebracht werden sollen. Obgleich dies große Anstrengungen verlange, sei man zuversichtlich, die Umorganisation ohne Nachteile für die Betroffenen zu schaffen.

Obgleich die Jugendarbeitslosigkeit in anderen Teilen Bayerns größer sei, müssten auch hier alle Anstrengungen unternommen werden, die Zunahme von Jugendlichen ohne Ausbildung einzuschränken. Dafür stehen, laut Aussage von Herrn Manfred Dorn, Leiter der Abteilung Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Kempten, einige Bundesförderprogramme zur Verfügung, die je nach Lage des Einzelfalles eine zielgenaue Hilfestellung ermöglichen. Auf Nachfrage nach dem neu aufgelegten Landesprogramm „Fit for Work“ erfuhren Heidi Lück und Maria Lancier  allerdings, dass dies in wesentlichen Teilen nur für bestimmte Förderregionen des europäischen Sozialfonds gilt, wozu das Allgäu nicht zählt.

Auch die 2003 eingeführte und jetzt wieder gestrichene Mobilitätshilfe für Wohnen an einem weiter entfernten Ausbildungsort sei lediglich 15 Mal in Anspruch genommen worden. Nach wie vor am zielgenauesten seien die Fördermittel für eine Berufsausbildung benachteiligte Jugendlicher oder die erforderliche Teilnahmen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen einsetzbar, die es nach dem SGB III gibt.